smaller reset larger
Holter-EKG / Produkte-Übersicht / medilog® AR12

medilog® AR12

Produkt  prev  4/7  next 
Hochauflösendes EKG

medilog Diagnoseinstrument

Vorhofflimmern

Was ist Vorhofflimmern?
Vorhofflimmern ist die häufigste Form von unregelmässigem Herzrhythmus - bis zu 2 % der Weltbevölkerung sind davon betroffen. Das Risiko, daran zu erkranken, nimmt mit steigendem Alter zu; die Anzahl der betroffenen Personen wird sich in den nächsten 20 Jahren vermutlich verdoppeln.

Man nimmt an, dass etwa ein Drittel aller Klinikeinweisungen wegen Herzrhythmusstörungen auf Vorhofflimmern zurückzuführen ist und dass etwa 15 % aller Schlaganfälle dadurch ausgelöst werden.

Beim Vorhofflimmern ziehen sich die Vorhöfe des Herzens nicht wirkungsvoll zusammen, sondern zittern bloss ungeordnet. Dabei kann sich in den Vorhöfen Blut ansammeln und gerinnen. Falls ein solches Blutgerinnsel in eine Gehirnschlagader gelangt und diese verstopft, kann dies zu einem Hirnschlag führen.
Durch frühe Erkennung und Behandlung könnten somit in der Notfallmedizin massiv Kosten gespart und die Aussichten für die betroffenen Patienten verbessert werden.

Wodurch wird Vorhofflimmern verursacht?
Es gibt viele Ursachen für Vorhofflimmern. Bei einigen Personen tritt Vorhofflimmern ohne ersichtlichen Grund auf, bei anderen kann es mit bestimmten Krankheiten zusammenhängen, z.B.:     

 

  • Koronare Herzkrankheiten (KHK), wobei die den Herzmuskel mit Blut versorgenden Arterien verstopft sind und dadurch die normale Blutversorgung des Herzens beeinträchtigen. KHK werden üblicherweise durch eine Versteifung oder Verengung der Arterien verursacht und treten häufig bei Personen mit erhöhtem Cholesterinspiegel auf. 
  • Herzinsuffizienz, wobei das Herz wegen unzureichender Pumpleistung das Blut nicht mehr normal zirkulieren lassen kann. 
  • Bluthochdruck (Hypertension)
  • Entzündungen des Herzens, die Schwellungen bewirken und dann wiederum Reizungen des Herzens und Vorhofflimmern auslösen können.
  • Lungenkrankheiten - die durch Blutgerinnsel ausgelöst werden, welche von den Beinen in die Lunge gelangen - können Vorhofflimmern verursachen. 
  • Erkrankungen der Schilddrüse aufgrund einer Schilddrüsenüberfunktion
  • Exzessiver Alkoholkonsum erhöhte das Risiko, an Vorhofflimmern zu erkranken. 
  • Strukturelle Herz- und Herzklappenkrankheiten können zu einer Vergrösserung oder Erweiterung von Teilen des Herzens führen. 
  • Familienanamnese bezüglich Vorhofflimmern


    Es gibt drei Hauptformen des Vorhofflimmerns:  
  • Paroxysmales Vorhofflimmern
    Diese Form wird als vorübergehend erachtet und tritt normalerweise unvermittelt auf. Die Symptome reichen von schwach bis stark. Der unregelmässige Herzrhythmus kann für einige Sekunden, Minuten, Stunden oder gar länger andauern bevor er sich wieder normalisiert.  
  • Persistierendes Vorhofflimmern
    Der unregelmässige Herzrhythmus dauert an bis er behandelt wird.   
  • Permanentes Vorhofflimmern
    Auch chronisches Vorhofflimmern genannt; der normale Herzrhythmus kann durch Medikamente oder sonstige Behandlungen nicht wiederhergestellt werden. Personen mit permanentem Vorhofflimmern nehmen normalerweise Medikamente ein um die Herzfrequenz unter Kontrolle zu halten und das Risiko von Gerinnseln zu reduzieren. 

    Wie wird Vorhofflimmern festgestellt?
    Obwohl mehr als 10 % aller Menschen über 75 Jahren daran leiden, wird Vorhofflimmern nicht immer sofort festgestellt, weil die Symptome wie Herzrasen, Schmerzen in der Brust, Kurzatmigkeit, Schwindel und Ohnmacht ähnlich sind wie bei anderen Krankheiten, oder weil gar keine Symptome vorhanden sind.
    Das Elektrokardiogramm (EKG) wird standardmässig bei allen Patienten - ob sie Symptome zeigen oder nicht - aufgezeichnet, bei denen wegen unregelmässigem Puls der Verdacht auf Vorhofflimmern besteht. Es kann allerdings schwierig sein, ein Vorhofflimmern festzustellen, insbesondere falls der Patient keine Symptome zeigt oder das Vorhofflimmern nur zeitweilig auftritt. 

    Das neue SCHILLERmedilog Diagnoseinstrument medilog®DARWIN Atrial wurde entwickelt, um Vorhofflimmern einfach, zuverlässig und ohne Klinikaufenthalt erkennen zu können. medilog®DARWIN Atrial wendet eine sehr hohe Abtastfrequenz an und zeigt die Ergebnisse als einfache Grafik, die von Ärzten, Pflegepersonal und Technikern problemlos interpretiert werden kann. Mit medilog®DARWIN Atrial verfügen die Menschen, die einen Unterschied machen können, über ein zuverlässiges, erschwingliches und nichtinvasives Untersuchungsinstrument.

    Im Gegensatz zu einem Standard-EKG, das die Herzfrequenz während einiger Sekunden aufzeichnet, kann medilog®DARWIN Atrial die Herzaktivität über längere Zeitspannen (bis zu 3 Tagen) erfassen, so dass sogar nur zeitweilig auftretendes Vorhofflimmern erkannt wird. medilog® DARWIN Atrial ist ein einzigartiges Paket, das Sie gezielt bei der Untersuchung auf Vorhofprobleme unterstützt. Dank der hohen Abtastfrequenz von 4’096 Hz können unsere medilog® AR4 und  medilog® AR12 Rekorder P- und T-Wellen in Echtzeit ermitteln und darstellen.

    Mit der medilog®DARWIN Atrial Software und den einzigartigen Funktionen wie ECHOViewTM können Sie nun mühelos Vorhofflimmern, Vorhofflattern und AV-Block erkennen und unterscheiden.

    Ohne medilog ... können Sie Vorhofereignisse nur mit zeitraubenden Herzschlag- oder Arrhythmieanalysen erkennen.

    medilog®DARWIN Atrial ermöglicht Ihnen:  
  • die Kosten bei der Diagnose von Vorhofflimmern und Vorhofflattern zu reduzieren; mit Voruntersuchungen zu bestätigen, dass ein invasives Diagnoseverfahren, eine Therapie oder Operation durchgeführt werden muss; 
  • Patienten nach einer Ablation oder Operation effizienter zu überwachen. 
  • die Behandlung von Vorhofflimmern

    Es gibt eine Reihe von Behandlungen die Blutgerinnsel verhindern, das Hirnschlagrisiko reduzieren und die Herzfrequenz und den Herzrhythmus unter Kontrolle bringen können. Mit gerinnungshemmenden Mitteln, sogenannten Blutverdünnern, können Gerinnsel vermieden werden, die zu einem Herzschlag führen könnten. Zusätzlich können Medikamente zur Verlangsamung der Herzfrequenz, z.B. Betablocker, sowie Antiarrhythmika zur Normalisierung des Herzrhythmus verschrieben werden. Ausserdem können andere Behandlungsformen wie z.B. elektrische Kardioversion, Herzschrittmacher oder operative Eingriffe durchgeführt werden. 

© 2006 Schiller AG A member of European Resuscitation Council