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medilog® AR12

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Hochauflösendes EKG

medilog® Diagnoseinstrument

Schlafapnoe

Was ist Schlafapnoe?
Schlafapnoe kann am einfachsten als Atemstillstand während des Schlafes beschrieben werden. Apnoe ist vom griechischen Begriff für "Nichtatmung" abgeleitet und tritt in zwei Formen auf, der obstruktiven und der zentralen Schlafapnoe. Charakteristisch für die obstruktive Schlafapnoe (OSA) ist der wiederholte teilweise oder vollständige Kollaps der oberen Atemwege, was zu Atemstillständen führt. Die OSA ist oftmals begleitet von Schnarchen und übermässiger Müdigkeit während des Tages. Die zentrale Schlafapnoe tritt viel seltener auf; bei dieser Form fällt während des Schlafes die zentrale Atemregulation durch das Gehirn aus.

Was sind die Ursachen für Schlafapnoe?
OSA kann durch eine teilweise oder vollständige Obstruktion im Bereich der Nase, des Rachens oder des Mundes verursacht werden, weil dadurch keine Luft in die Lungen gelangen kann. Die Obstruktion führt zu einer Verengung der Atemwege und zu einem höheren Widerstand in den oberen Atemwegen, was einen übermässigen Unterdruck beim Einatmen zur Folge hat. Diese Verengung erfordert eine höhere Muskelaktivität um die Atemwege offen zu halten; es gibt Anhaltspunkte dafür, dass Patienten mit OSA einen verminderten Tonus der Atemwegsmuskulatur aufweisen. Die folgenden körperlichen Eigenschaften können zu einer Verengung der Atemwege beitragen:  
  • Kurzer, korpulenter Nacken
  • Anomalien im Kiefer-Rachen-Bereich (abnormale Kieferform)
  • Verminderung des Tonus der Atemwegsmuskulatur (durch langfristiges Schnarchen oder übermässigen Konsum von Alkohol oder Beruhigungsmitteln)
  • Grösse des umgebenden weichen Gewebes (z.B. Zunge, Gaumensegel)
Warum sollten wir uns mit Schlafapnoe befassen?
Die Öffentlichkeit wie auch Ärzte sind sich des Problems der Schlafapnoe weitgehend nicht bewusst; schätzungsweise 80 bis 90 % der Fälle von OSA werden daher gar nie diagnostiziert.
 
Man nimmt an, dass bis zu 24 % der Männer und 9 % der Frauen mittleren Alters von OSA betroffen sind.
 
Neben den obengenannten Auswirkungen kann eine nicht behandelte Schlafapnoe weitere Folgen haben:
  • Sekundenschlaf-Auswirkungen des gestörten Schlafmusters auf Gesundheit und Sicherheit - besonders bei Autolenkern und Maschinenführern
  • Hirnschläge
  • Bluthochdruck
  • Herzinfarkte
  • Diabetes
Das grosse Problem bei Schlafapnoe ist, dass die Symptome oftmals nicht erkannt und somit nicht behandelt werden. Wenn schliesslich Probleme auftreten, hat sich die Gesundheit des Patienten möglicherweise bereits erheblich verschlechtert, was zu enormen Kosten im Gesundheitswesen führt. Weil sich die Folgen immer stärker auswirken, kann man beim fehlenden Bewusstsein für die Schlafapnoe von einer "Zeitbombe" sprechen. 
Inzwischen wird von immer mehr Behörden und auch auf medizinischen Kongressen gefordert, dass Kardiologen bei Rhythmusstörungen auch auf Schlafapnoe untersuchen.
 
medilog®DARWIN Apnoe wendet die sehr hohe Abtastfrequenz und Auflösung des medilog® AR12 Rekorders (inbegriffen) an, die eine genaue Analyse des EKGs und der Respiration ermöglichen. Die Analyseergebnisse werden als einfache Grafik angezeigt, die von Ärzten, Pflegepersonal und Technikern problemlos interpretiert werden kann; so kann entschieden werden, ob weitere Tests durchgeführt werden müssen und/oder ob der Patient wegen Herzkrankheiten behandelt werden muss.
 
Mit medilog®DARWIN Apnoe verfügen die Menschen, die einen Unterschied machen können, über ein zuverlässiges, erschwingliches und nichtinvasives Untersuchungsinstrument.
 
Dank der farbig gestalteten Übersicht können Sie nun Apnoen auf den ersten Blick erkennen. Herzschlag- oder Arrhythmieanalysen sind nicht mehr nötig.
 
Verursacht die Apnoe den Unterbruch oder der Unterbruch die Apnoe? Überprüfen Sie es mit synchronisierten EKG- und Respirationskurven. Ermitteln Sie die Schlafqualität mit dem einzigartigen Frequenzspektrogramm. Lassen Sie sich die autonome, sympathische und parasympathische Aktivität anzeigen. 

medilog®DARWIN Apnoe ist Teil des medilog®DARWIN Holter Systems, kann aber auch einzeln erworben werden.
 
Ohne medilog® ... können Sie Schlafapnoen nur mit der kostspieligen und zeitraubenden Polysomnographie erkennen.
 
medilog®DARWIN Apnoe ermöglicht Ihnen: 
  • die Kosten durch Erkennung von Schlafapnoen ohne Polysomnographie zu reduzieren;
  • mit Voruntersuchungen zu bestätigen, dass ein invasives Diagnoseverfahren, eine Therapie oder Operation durchgeführt werden muss (Behandlung von Pausen statt Apnoe);
  • die Patienten nach Einsetzen eines Schrittmachers oder bei einer CPAP-Therapie (Definition siehe unten) effizienter zu überwachen.
  • die jährliche Untersuchung auf Schlafapnoe, wie. z.B. in einigen Europäischen Ländern für Busfahrer gefordert, schnell und komfortabel durchzuführen.

Behandlung von Schlafapnoe

Wenn eine Schlafapnoe diagnostiziert worden ist, wird bei Patienten mit schwerer Apnoe eine CPAP-Therapie angewendet. Bei der CPAP-Therapie (engl.: continuous positive airway pressure; kontinuerlicher Atemwegsüberdruck) sorgt ein konstanter Luftstrom mittels einer Maske dafür, dass die Atemwege des Patienten offen bleiben. Dadurch wird die Atmung während des Schlafes nicht unterbrochen, was ein verbessertes Schlafmuster ermöglicht. Des Weiteren werden auch Protrusionsschienen (sog. Schnarchschienen), operative Eingriffe sowie, bei leichter Apnoe, Ernährungsumstellungen verordnet.   

Patient mit Apnoe von über 20 Sekunden:


Links oben sieht man die Apnoe-Streifen, die das System gefunden hat. Sie sind nach Länge der Apnoe sortiert. Unten findet man die angewählte Apnoe im Detail. BpM stellt die Herzrate mit dem typischen Sägezahn dar, der bei obstruktiver Apnoe auftritt. Darunter dei Atemkurve mit dem Atemstillstand von 19 Sekunden.

Patient ohne Apnoe:


Es wurden keine Apnoe-Streifen gefunden. Ein gesunder Klient. Unten findet man die angewählte Zeit im Detail. BpM stellt die Herzrate dar die leicht mit der RSA auf und abgeht. Darunter die Atemkurve mit der normalen Atmung.

Übersicht aller medilog® Diagnoseinstrumente (PDF, 35.8 kB)


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